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Einladung zur Mitgliederversammlung

FÖRDERKREIS SCHLOSSPARK RAMHOLZ E.V.

Einladung
  
zur 1. Öffentlichen Mitgliederversammlung anlässlich der Wiederherstellung
des Schlossparks Ramholz  

Am 8. September 2011 um 19.00 Uhr im Gasthaus “Vor der Steckelburg” in Ober-Ramholz

Liebe Mitglieder des Förderkreises Schlosspark Ramholz!
Sehr verehrte Freunde des Schlossparks Ramholz! 

Die in der Presse angekündigte Parkerneuerung ab 1. September 2011 ist in der Öffentlichkeit
auf ein breites Echo gestoßen. In einer ausserordentlichen Versammlung wollen wir über Mittel und Wege der dringenden Parksanierung diskutieren. Wir wollen gemeinsam Beschlüsse fassen, wie der Förderkreis seine Mittel für die anstehenden Pflegearbeiten im Park am zweckmäßigsten einsetzen kann.   In einer im Jahre 2004 vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen an die beiden Parkeigentümer ergangenen Benachrichtigung wurde der gesamte Schlosspark Ramholz als Kulturdenkmal gemäß §10 Abs.4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) ausgewiesen. Leider erst dieses Jahr, nach  Recherchen des Vorstandes, wurde dem Förderkreis diese grundlegende Verordnung bekannt. Die darin beigefügte Tabelle enthält sämtliche “Denkmalgeschütze Elemente im Schlosspark Ramholz” einschließlich Pflegehinweise.
Verfasser dieses “Parkpflegewerks” war seiner Zeit Dipl.-Ing. Wenzel Bratner vom Landesamt für Denkmalpflege, mit dem der Vorstand  Kontakt aufgenommen hat.   Förderkreis und Eigentümer sollten sich infolgedessen bei ihren künftigen Bemühungen um die Wiederherstellung/Instand-setzung des Schlossparks Ramholz explizit an die vom Denkmalamt vorgegebenen Richtlinien orientieren. So kann der Schlosspark als Kulturdenkmal erhalten werden.
Wir würden uns über Ihre Teilnahme freuen, Ihre Meinung ist uns wichtig.
 
Mit freundlichen Grüssen
 
Der Vorstand des Förderkreises Schlosspark Ramholz  
Dr. Hans Dorn (1. Vorsitzender)
Horst Becker  (2. Vorsitzender)
18. August 2011


Einladung zu einer Exkursion in das Gartenreich des Schlossparkes in Schwetzingen.

Der Schlossgarten in Schwetzingen ist eine Perle deutscher Gartenarchitektur im Süden Deutschlands bei Heidelberg. Er ist in diesem Jahr von der Deutschen UNESCO-Kommission für die Eintragung in die Weltkulturerbeliste nominiert und ein Glanzstück europäischer Gartenkunst. Der Kurfürst Karl-Theodor ließ nach seiner Inthronisierung im Jahre 1742 von dem Hofgärtner Johann Ludwig Petri den ersten barocken Gartenteil planen. Die Residenz wurde von dem bekannten lothringischen Architekten Nicolas de Pigage geplant und 1762  wurde der Vater von Friedrich Ludwig von Sckell dort Hofgärtner, er selbst war gerade 12 Jahre alt, wurde vom Kurfürsten schon in jungen Jahren nach Frankreich und England gesandt. Dort lernte er den gerade aufblühenden englischen Landschaftstil kennen. Nach seiner Rückehr hat er bereits beratend die weiteren Neuanlagen mitbestimmt und wurde dann 1792, nach dem Tode seines Vaters, Hofgärtner und 1804 von Maximilian IV nach München geholt. Dieses Dreigestirn Petri - de Pigages - und von Sckell hat die heutige Ausstrahlung der Gesamtanlage bestimmt, die heute zu dem großen gartenkulturellen Erbe und den glanzvollen Kulturschätzen Europas zählt.

Programm: 
Sonntag, der 11. September 2011 mit Kimmel Reisen nach Schwetzingen.

07.00 Uhr     Abfahrt in Schlüchtern am Untertor an der Feuerwehr
ca. 9.30 Uhr Ankunft in Schwetzingen
10.00 Uhr     Führung durch einen Kunsthistoriker der Schlösserverwaltung Einführung in die
                   Gesamtanlage  und Barocke Gartenanlage; Alternativ: Vortrag über Theodor Verhas:
                   Ein Künstler der Deutschen Romantik.
12.00 Uhr     Mittagsessen im Schlossrestaurant
14.30 Uhr     Zweite Führung durch den englischen Landschaftsgarten eines der Hauptwerke von                    F. L. v. Sckell mit dem berühmten Apollotempel, Badhaus, Römischen Aquädukt,                    der Synagoge, dem Rokokotheater und dem Laubengang: Das Ende der Welt,   Ab 16.30 Uhr     bis zur Abfahrt zur freien Verfügung.    
18.30 Uhr     Rückfahrt nach Schlüchtern.

Es bestehen Zusteigemöglichkeiten in Steinau, Salmünster und Gelnhausen. An Gartenkunst und -Kultur interessierte Gäste sind herzlich eingeladen mit uns zu reisen, solange noch freie Plätze vorhanden sind. Bis spätestens am 1. September 2011 sollte die Anmeldung an Büro Dorn, Frankfurt, Telefon 069 - 61 90 99 oder Fax Nr. 069 - 61 64 49 erfolgen. Die genauen Kosten werden hier noch bekannt gegeben, sobald alle Teilnehmermeldungen vorliegen. Ohne Mittagessen werden sie sich die Kosten zwischen 25.00 und 30.00 Euro für Fahrt, Eintritt und Führungen bewegen.
Wir wünschen eine rege Beteiligung des Fördervereins wie in den vergangenen Jahren und versprechen angenehmes Wetter zu bestellen und Ihnen unvergessliche Eindrücke zu vermitteln.

Für den Vorstand des Förderkreises
Ihr Dr. Hans Dorn

Eindrücke Schlosspark Schwetzingen






Das Residenz-
Rokoko-Theater





Brunnenanlage der
Wasserspeienden
Vögel mit dem
Perspektiv
einer
Trompe-l’oeil-Malerei

„Das Ende der Welt“







Kreisparterre am Schloss







Broderien im
Mittelparterre






Schlosspark
Schwetzingen
nach
Michael Zeyher

von 1809


1. Victorias Enkel (2009)

Die Gruppe "Victorias Enkel" traf sich in historischen Kostümen am 5. Juli 2008 zu einer Soiree im Schlosspark Ramholz. Die Damen und Herren haben sich zu einer Hobbygruppe aus ganz Deutschland zusammengefunden, um die Kleidung zur "Victorianischen Zeit" in Erinnerung zu rufen und Gedanken darüber auszutauschen. Ein Parkrundgang mit anschliessendem Buffett im Hutten-Pavillon rundeten das Treffen ab. Die Kostüme waren entzückend und es entstanden die nachstehenden schönen Bilder.









2. Baumpflanzaktion im Mai 2008

































Mitarbeiter einer Baumschule bei der Pflanzung stattlicher Bäume

































Schwerpunkte der Arbeit waren diesmal:

- Reinigung der Treppen
- Entfernen der Verbuschung rund um den Schlossweiher
-Entfernung der Verbuschung entlang der Parkwege

Das Arbeitskommando (v.l.):
Gerti Lotz, Ernst Müller-Marschhausen, Astrid Wieland, Knut Fehl, Johanna Föller, Willi Heilmann, Helga Lambech, Ursula Häussermann
Nicht im Bild: Ursula Eckhardt und Peter Lotz


a. Bericht Kreisbeigeordneter A. Kavai KN vom 15.11.2007



b. KN-Bericht über die Jahreshauptversammlung vom 12. November 2007

Kulturdenkmal ohne Zukunft?

Förderkreis Schlosspark Ramholz kritisiert mangelnde Unterstützung durch Stadt und Kreis

Von Walter Dörr

RAMHOLZ   Hat der Park in Ramholz überhaupt eine Zukunft? Bei der Jahreshauptversammlung des Förderkreises Schlosspark Ramholz, die in der Gaststätte „Vor der Steckelsburg" stattfand, machte sich jedenfalls ein hohes Maß an Frust breit. Die Mitglieder kritisierten die mangelnde Kooperation der Kommune und der involvierten Behörden.
Die Instandsetzung, Erhaltung und Pflege der Privatparkanlage ist satzungsmäßiger Vereinszweck, und den wollen die Mitglieder durch ehrenamtliche Arbeitseinsätze erfüllen. Dorn dankte zu Beginn für diese Mühe, nun sei ein einigermaßen sauberer Eindruck vom Park entstanden. Nach einer Begehung mit dem Kreisbeigeordneten André Kavai und Behördenvertretern sei eine hohe Erwartungshaltung geschürt und große Hoffnung auf Zuschüsse gemacht worden, meinte Dorn, aber bislang habe sich nichts getan.
"Nichts als Luftblasen und eine starre Beamtenverwaltung - so kann es nicht weitergehen", kritisierte der Vorsitzende. Kritik, übte Dorn auch an der zurzeit laufenden baulichen Gestaltung im Bereich der ehemaligen Kegelbahn und des Forsthauses. Da kein Parkkonzept beziehungsweise kein Parkpflegewerk existiere, habe man keine Handhabe zum Einschreiten. Dorn jedoch betrachtet den Ramholzer Park als Ganzes denkmalgeschützt - auch wenn weite Teile verkauft wurden. "Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass der Park nicht kaputtgeht", motivierte er seine Mitstreiter zum Weitermachen. Das Kulturdenkmal Schlosspark Ramholz sei einzigartig, und deshalb strebe der Förderkreis den Eintrag des Parks in den "Dehio" an. Georg Dehio (1850 bis 1932) war Historiker mit einer Leidenschaft für Kunstgeschichte und gab das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler heraus, das mittlerweile auf 150 Bände angewachsen ist.
Durch den Verkauf großer Teile des Parks als WaldfIächen an einen Privateigentümer müsse man sich damit abfinden, dass als "Park" nur der Bereich um das Schloss erhalten bleibe, den es langfristig zu pflegen gelte. Scharfe Kritik übte Dom an der Aufhebung des Bebauungsplanes "Golfplatz Ramholz" durch die Stadtverordnetenversammlung. In einem Brief habe er versucht, den Abgeordneten die negativen Auswirkungen klarzumachen.
„Die Menschen haben offenbar kein Interesse an Ramholz", bemängelte Dorn, der fürchtet, dass durch den Wegfall des Bebauungsplans der Weg für den Bau von Holzheizkraftwerken oder Windrädern freigemacht werde. Es gelte, trotzdem nicht aufzugeben.
Eine Verpflichtung der Vereinsmitglieder sei es, die Problematik der Kulturlandschaft Ramholz unters Volk zu bringen und Mitstreiter zu werben, damit die negativen Entwicklungen eingegrenzt werden könnten. Sehr positiv entwickelten sich laut Dorn die regelmäßig monatlich und bei Interesse zusätzlich stattfindenden Parkführungen. Zukünftig wird der Förderkreis Schlosspark auch ein Verein der Vereinsgemeinschaft Vollmerz sein. Als Vertreter des Förderkreises wurde hierfür Knut Stroh bestimmt. Als ein "großes Erlebnis" beschrieb Dorn das Konzert am Tag des offenen Denkmals mit dem Thalia-Ensemble aus München in der Lotichius-Kirche in Niederzell. Nach längerer Diskussion verfügten die Mitglieder aber, dass zukünftig keine Konzerte mehr veranstaltet werden, "da derartige Aktivitäten nicht Vereinsziel seien".
Einen positiven Bericht gab Kassiererin Ursula Häussermann; der Vorstand wurde daraufhin einstimmig entlastet.
Unter Punkt Verschiedenes beschloss man, die fachliche Baumbestandsnachpflanzung des Parks aus Mitteln des Vereins zu unterstützen. Zunächst sollen die Orkanschäden behoben werden. Für das Mähen der Wiesenflächen durch Mitglieder schafft der Förderkreis einen Balkenmäher an.

c. KN-Leserbrief vom 06. November 2007




Georg Dehio (*1850 in Reval, +1932 in Tübingen) war von der Ausbildung her Historiker, seine Leidenschaft gehörte allerdings der Kunstgeschichte. Nach Studien in Dorpat und Göttingen wurde Dehio 1872 als Schüler des berühmten Historikers Georg Waitz in Göttingen promoviert. Vier Jahre später habilitierte er sich in München mit einer Arbeit über die "Geschichte des Erzbistums Hamburg-Bremen". Anschließend wirkte er an der dortigen Universität als Privatdozent für Geschichte. Bereits in dieser Zeit konzentrierte sich Dehios Forschungsinteresse immer stärker auf die deutsche und europäische Kunstgeschichte. Mehrere ausgedehnte Studienreisen führten ihn nach Italien und Frankreich.
"Was uns die Kunstgeschichte nach ihrem Teil vom historischen Lebensinhalt unseres Volkes zu sagen hat, sagt sie zumeist durch die Denkmäler. Von ihnen geht die Betrachtung aus, zu ihnen kehrt sie zurück." (...) Georg Dehio

Georg Dehio, Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler, Vorwort zu Band 1 Mitteldeutschland (= unveränderter Nachdruck des Handbuchs von 1905), München 1991.

"Die Inventare sind nicht fertig, noch ist ein reichliches Drittel des Gesamtgebiets unbearbeitet; sie sind durch ihren großen Umfang, schon jetzt 150 Bände, zu schneller Orientierung gänzlich ungeeignet; sie geben ohne Wertunterscheidung grundsätzlich alles, was irgend Denkmal heißen kann. Im Gegensatz dazu unternimmt das Handbuch eine Sichtung und Auswahl nach einheitlichem Maßstab; es berücksichtigt das ganze deutsche Kunstgebiet gleichmäßig; es drängt den Stoff in knappste Form zusammen; es will ein Nachschlagebuch für die Arbeit am Schreibtisch und zugleich ein bequemes Reisehandbuch sein, durch billigen Preis jedermann zugänglich. Diesen leitenden Gesichtspunkten wurden alle anderen, mögen sie auch an sich vielleicht sehr berechtigt sein, untergeordnet."

Der Förderverein bemüht sich derzeit, um Aufnahme des Schlossparks in das Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler.

Nahere Informationen siehe unter: www.dehio.org


Umfassende Informationen mit vielen Bildern bringen dem Leser die Einzigartigkeit von Schloss und Park näher. 

Herausgeber:  Heimat- und Geschichtsverein Bergwinkel e.V. Schlüchtern
Broschüre:  Unsere Heimat  -  Band 20  -  2004
Titel des Artikels:  Der Ramholzer Schlosspark  -  ein bedeutendes Zeugnis des Historismus
Verfasser:  Dr. Hans Dorn

Die Broschüre kann bei unserer Kassiererin Frau Häussermann (Kontakt siehe unter Vorstand/Satzung) für 5,00 € pus ggf. Versandkosten erworben werden.



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